Workshop
II:
Ökologische Folgen der Versiegelung (u.a. Hochwasser)
Moderation:
Manfred Hastedt
Folgen: u.a. hohe Zersiedelung, Verkehrszunahme,
Hochwassergefahr, Klimaänderung
aber
auch soziale Verschlechterung: Dörfer ohne Läden, Schulen etc.
grenzt
Menschen ohne Auto aus
Handlungsansätze
Bundesebene: Grobsteuerung des gewollten
Flächenverbrauchs
(umweltpolitische
Ziele für Flächennutzung)
- Änderungen
in der Steuer- und Förderpolitik
- z.B.
Bau- und Eigentumsförderung auf Innenentwicklung beschränken
- Umsatzsteuer
auf Baugrundstücke und Neubaugebiete (Reform der Gemeindefinanzierung)
- Versiegelungssteuer
für Endverbraucher (z.B. 25 €/ m2
= 2500 € für 100 m2 Mehrbelastung;
entspricht Bekachelung Badezimmer
- gleiche
Förderung für Alt- und Neubau
- Abschaffung
der Entfernungspauschale (sozial abgefedert)
- 2.
Arbeitsmarkt: aktivieren oder Alternativen schaffen
Landespolitik: raumplanerischen Einfluss nehmen!
(Bauen
auf der „Grünen Wiese“ erschweren, z.B. Supermärkte in Siedlungen integrieren)
Regionale Kooperationen sind nötig
- d.h.
interkommunale Zusammenarbeit statt Konkurrenz (z.B. in der Ausweisung von
Gewerbe- und Wohngebieten)
- Stärkung
der Regionalplanung (Wirtschaftsregion Chemnitz-Zwickau nutzen/
aktivieren)
Boden braucht eine Lobby
- Stärkung
der Umweltbildung – Bewusstseinswandel in der Bevölkerung, u.a. in Bezug
auf Nachfrage nach Wohnraum und Freizeiteinrichtungen
- Marketing
für flächensparendes Bauen
- Boden
aus humanökologischer Sicht betrachten (Boden ist kein Dreck!)
- Land-
und Forstwirtschaft als Hauptnutzer müsste mit ins Boot
Kommunales
- alle
Planungen auf Zukunftsfähigkeit
„abklopfen“, Unterstützung durch AGENDA-Gruppen
- Handlungskonzept
Ökologie vorlegen (wurde vor einem Jahr durch die Stadtverwaltung
angekündigt)
- Flächenpool
anlegen/ Baulückenmanagement
- lokale
und globale Klimaschutzinitiativen
- mit
Freiflächensatzungen wertvolles Grün sichern
- naturnahe
Grünflächen- und Waldpflege (Naturwaldzellen ausweisen – seit einem Jahr
gefordert)
- Überflutungsgebiete
ausweisen/ B-Pläne korrigieren
- Renaturierungen
nutzen (naturnaher Gewässerausbau)
- umweltverträgliche
Landwirtschaft (mulchen)
- keine
öffentlichen Mittel für alte „Fehler“; gleiches für Versicherungen
(Bebauungen in Überflutungsgebieten)